Turnfest im Ötztal …… oder die etwas andere Turnfahrt

Viel ist im Vorfeld über die Turnfahrt  2018 gemunkelt worden. Wo geht es hin? Was wird gemacht? Mit was überraschen uns die Organisatoren? Sicher war, dass es Speziell werden soll, da der Turnverein Geburtstag feiert.

Ich, der Schreiberling, versuche so gut wie möglich die wichtigsten Highlights in diesem Bericht zusammenzufassen. Es wird aber ein sehr schweres Unterfangen, da die ganze Turnfahrt, welche Steini und Jack organisiert haben, ein Highlight an sich war. Es ereigneten sich viele kleine und amüsante Anekdoten über die drei Tage. Nun aber erst der reihe nach. Am letzten Freitag im September traf sich um 06.30 Uhr eine beachtliche Schar aktive, weniger aktive oder ehemals aktive Turnern beim Sportplatz im See. Erstaunlicherweise fanden sich alle Teilnehmer pünktlich vor dem Car ein, so dass mit dem Appell und dem Boarding begonnen werden konnte. Kaum im Car begannen die ersten Diskussionen über die jeweiligen Aktivitäten am Turnfest. Es muss an dieser Stelle gesagt werden, dass jeder Teilnehmer im Vorfeld aus verschiedenen Aktivitäten zwei priorisieren musste. Mit angeregten Diskussionen und dem einen oder anderen Kaffee, Gipfeli oder der gleichem, verging die Reise ins Nachbarland Österreich wie im Flug. Ziel der Reise war das Ötztal, genauer gesagt die „Area 47“ am Anfang des Tales.

Am Ziel angekommen ging es wie an einem Turnfest zu und her. Es wurde ein allgemeiner Treffpunkt (im Restaurant) abgemacht, das Wettkampfgelände besichtigt, die Startzeiten mitgeteilt, individuell aufgewärmt und danach verteilten sich die Turner auf ihre Disziplinen.

  • Es gab die LÄUFER (Wandern) welche sich den Bergen widmeten
  • Die SEILTÄNZER (Seilpark und Riesenschaukel) welche sich mutig in die Lüfte wagten
  • Die SOMMER-SNÖBER (Wakeboard) welche nicht auf den Schnee warten wollen, um ein Brett an die Füsse zu schnallen
  • Die WILDEN JUNGEN /WILDEN ALTEN (Kart-Fahren und Paintball) welche sich mit Farbbällen bewarfen und sich als kleine Schumacher fühlten
  • Die WILDSAUEN (Motocross) welche mit Strom über die Piste heizten

Ein jeder gab in seiner Disziplin sein bestes und vor oder nach der Disziplin wagten sich viele auch ins doch sehr kalte Nass vom Wasserpark. Andere wiederum machten es sich an der Sonne gemütlich und schilderten bei Speis und Trank ihr Erlebtes oder pflegten die ersten blauen Flecken. Wie an einem Turnfest muss nach dem Wettkampf die Unterkunft bezogen werden. Gott sei dank sind wir nun doch nicht an einem Turnfest und es mussten keine Zelte aufgestellt werden. Stattdessen konnten wir uns auf gediegenen kleinen Holzhütten / Chalets verteilen. Bei der Unterkunft trafen auch die LÄUFER zum Rest des Vereins. Den Erzählungen nach hatte auch diese Gruppe einen guten Nachmittag und genossen die österreichische Berglandschaft und Braukunst… Mit einem gediegenen Nachtessen inkl. Fackelmarsch ging der erste Tag dem Ende zu.

Wenig überraschend hatten diverse Turner am Samstagmorgen etwas Mühe mit aufstehen. Bei den meisten lag es am Muskelkater oder den Blessuren der Aktivitäten vom Vortag. Bei den anderen? Naja… Nach reichhaltigem Frühstück teilte sich der Verein erneut in drei Gruppen auf. Die einen wagten sich beim Canyoning (ohne Kanu) über Klippen und in tiefe Schluchten. Die andern legten sich beim Rafting mit dem Inn an und die dritte Gruppe schnupperte erneut Bergluft. Die Canyoning- und Raftinggruppen trafen sich danach wieder bei der Unterkunft, wo sich jeder ein Bike schnappte. In zwei Gruppen, die eine (die ambitionierten Biker) mit einem Guide, die weniger ambitionierten auf sich gestellt, machten das untere Ötztal unsicher. Wie sich herausstellte, schien der Guide etwas anderes verstanden zu haben und stufte die Ambitionierten kurzum als solche ein, die nicht wissen wie Velo gefahren wird. Zum Nachtessen trafen sich alle wieder bei der Unterkunft. Bei wunderbarer Grillade und passendem Getränk fand der erneut sehr aktive Tag einen passenden Abschluss.

Am Sonntag hiess es erneut früh aufstehen. Zum einen musste alle gepackt werden und zum andern standen nach dem Morgenessen erneut einige Highlights auf dem Programm. Die Organisatoren führten uns zum Stuibenfall, dem höchsten Wasserfall im Tirol. Ein sehr imposanter Wasserfall und noch imposanter war der Weg über die Hängebrücke und den vielen Stufen entlang dem Wasserfall. Oben am Wasserfall angekommen, wurde der Aufstieg mit einer wunderbaren Aussicht belohnt. Jedoch war nicht der Wasserfall das Ziel, sondern das Ötztalerbrauhaus in Niedertai. Schon vor der Turnfahrt war bekannt, dass das Brauhaus am Turnfestwochenende ein Oktoberfest feiert. Daher war es nicht erstaunlich, dass sich einige Turner dem Moto getreu Lederhosen montierten. Bei Musik, Bier und Jauseplatte fand die Geburtstags-Turnfahrt einen passenden Abschluss.

Den Organisatoren gebührt ein ganz grosses Dankeschön. Sie hatten keine einfache Aufgabe ein passendes Programm für alle zu finden. Ich wage jetzt aber zu behaupten, dass sie dies hervorragend gemeistert haben. Mir und ich glaube allen Teilnehmern wird diese Turnfahrt aus vielen Gründen, lange in Erinnerung bleiben.